#dasbewegtmich Anu Laisi und Simone Körner, beide Geschäftsführerinnen der TRAIN Transfer und Integration GmbH - Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer BVTB Transfergesellschaften geben Perspektiven
Statement

#dasbewegtmich: Transfergesellschaften geben Perspektiven

Der Verband feiert 2027 ein Jubiläum. Auf dem Weg dahin berichten Beschäftigte aus Trägergesellschaften in der Kampagne #dasbewegtmich über ihre Erlebnisse. 

Beschäftigtentransfer ist ein wichtiger Pfeiler des deutschen Arbeitsmarkts. Warum das, fragen viele Menschen? Denn erst bei Jobverlust erleben manche, wie eine Transfergesellschaft in schwieriger Lage engagiert hilft.

Vor bald drei Jahrzehnten legte die Politik dafür den Grundstein, ermöglichte erste Transferprojekte. Vor fast 20 Jahren schlossen sich Träger des Beschäftigtentransfers zusammen, um gemeinsam die gute Qualität der Beratungsarbeit zu sichern und dafür Einfluss auf die Politik zu nehmen.

Mit Blick auf dieses Jubiläum im Jahr 2027 erzählen Führungskräfte der BVTB-Mitgliedsgesellschaften in den kommenden Monaten unter dem Claim #dasbewegtmich, welche Erlebnisse im Transfer sie bewegen, werfen einen manchmal auch emotionalen Blick auf das, was in der Beratungsarbeit mit Menschen tagtäglich passiert, welche Erfolge bei der Jobsuche sich immer wieder einstellen.

So auch Anu Laisi (im Foto links) und Simone Körner, beide Geschäftsführerinnen der TRAIN Transfer und Integration GmbH – Anu Laisi auch BVTB-Vorstandsmitglied.

„Eine Transfergesellschaft ist weit mehr als ein organisatorisches Instrument – sie kann zu einem echten Perspektivengeber werden“, betont Simone Körner. „Immer wieder erleben wir Menschen, die diese Zeit nicht als Stillstand oder verlorene Zeit, sondern als Aufbruch und Zeit für neue Chancen sehen.“

„Alle Menschen in unseren Transfergesellschaften kommen aus einer Situation der Unsicherheit, geprägt von Fragen, Zweifeln und oft auch von Existenzsorgen“, so Anu Laisi weiter: „Mit behutsamer Begleitung beginnen Sie jedoch Schritt für Schritt, ihren eigenen neuen Weg zu gehen.“

„Manche nutzen die Zeit, um innezuhalten und sich selbst neu zu entdecken: Was kann ich? Was will ich wirklich?“, erzählt Anu Laisi von ihren Erfahrungen. Daraus entstünden häufig mutige Entscheidungen. „Einige wagen den Sprung in eine völlig neue Branche, entdecken Talente, die lange verborgen waren, oder knüpfen an alte Leidenschaften an“, berichtet sie:  „Andere setzen gezielt auf Weiterbildung, erwerben neue Qualifikationen und öffnen sich selbst Türen, die zuvor nicht sichtbar waren. Wieder andere finden den Weg in die Selbstständigkeit oder gestalten ihr Arbeitsleben bewusster.“

„Besonders beeindruckend ist für uns, wie sich aus anfänglicher Verunsicherung nach und nach neue Stärke und Stabilität entwickelt“, erklärt Simone Körner: „Menschen gewinnen ihr Selbstvertrauen zurück und erkennen, dass Veränderung nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch die Chance auf einen echten Neuanfang.“

So kann eine Transfergesellschaft zu einer Phase werden, in der Entwicklung möglich ist, getragen von professionellem Coaching, aber vor allem von der Bereitschaft der einzelnen Menschen, sich aufrichtig auf Neues einzulassen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass Veränderung gelingen kann, wenn man ihr Raum und Zeit gibt, und wenn aus einem Ende der Anfang von etwas Neuem werden darf und kann“, sind Simone Körner und Anu Laisi überzeugt.

#dasbewegtmich

Transfergesellschaften sind für Anu Laisi und Simone Körner weit mehr als Strukturen – sie eröffnen Menschen in unsicheren Situationen echte Perspektiven. Aus Zweifel und Existenzsorgen entwickeln sich mit behutsamer Begleitung neue Wege: durch Selbstreflexion, Weiterbildung, mutige Neuanfänge oder sogar den Schritt in die Selbstständigkeit. Besonders beindruckend ist, wie aus Verunsicherung wieder Stärke wächst. Unsere Erfahrung zeigt: Wenn Menschen Raum, Zeit und Unterstützung bekommen, kann aus einem Ende ein kraftvoller Neubeginn entstehen.

Die Geschichte

Vor bald drei Jahrzehnten legte die Politik den Grundstein für den Beschäftigtentransfer, ermöglichte erste Transferprojekte. Anlass war vor allem der ostdeutsche Strukturwandel, die Aufnahme des Transfergedankens ins SGB III folgte, 2004 verankerte der Gesetzgeber dann auch Transfermaßnahmen und Transferkurzarbeitergeld im SGB III. Voraussetzungen dafür waren zunächst strukturelle Verschlechterungen der Lage des Wirtschaftszweigs, später betriebliche Restrukturierung.

Die Transfergesellschaft

Transfergesellschaften sind in den vergangenen Jahrzehnten auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu unverzichtbaren Dienstleistern geworden. In enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit helfen sie Unternehmen bei einem sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau und den betroffenen Beschäftigten im Vermittlungsprozess und bei der beruflichen Neuorientierung. Während der Zeit in der Gesellschaft befinden sich die Menschen im Bezug von Transferkurzarbeitergeld. Die Beraterinnen und Berater der Transfergesellschaften haben die Aufgabe, diesen Transferprozess durch Qualifizierungsangebote, intensive Gespräche zur Neupositionierung am Arbeitsmarkt und gezielte Vermittlungsangebote zu strukturieren.

Der BVTB

Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e.V. (BVTB) fordert und fördert den Einsatz bewährter Instrumente des Beschäftigtentransfers bei notwendigen Personalanpassungen. Er unterstützt als Verband und Netzwerk von aktuell 18 Mitgliedsunternehmen die Weiterentwicklung des Beschäftigtentransfers und fördert Austausch und Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Öffentlichkeit. Der BVTB setzt sich dafür ein, die Qualität und die Transparenz des Transfers von Beschäftigten zu gewährleisten und Standards für die Beratung sowie die Projektsteuerung und -abwicklung zu erarbeiten.

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