#dasbewegtmich: BVTB startet Jubiläums-Kampagne mit emotionalen Einblicken
BVTB-Mitglieder werfen Blick auf das, was in der Beratungsarbeit mit Menschen tagtäglich passiert, welche Erfolge bei der Jobsuche sich immer wieder einstellen.
Im August 2007 trafen sich einige Träger von Transfergesellschaften und gründeten einen Verein: den Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e.V. (BVTB). Gemeinsam wollte man die gute Qualität der Beratungsarbeit sichern und damit Einfluss auf die Politik nehmen. Heute zählt der BVTB 18 Mitgliedsunternehmen, die rund 75 Prozent des deutschen Marktes für Beschäftigtentransfer abdecken.
Und im kommenden Jahr erlebt der BVTB ein rundes Jubiläum. „Das 20-Jährige wird für uns ein wichtiger Moment sein, um zurückzublicken und zu feiern“, so der BVTB-Vorsitzende Frank Müller: „Aber gleichzeitig wollen wir im Vorlauf des Jubiläums in den kommenden Monaten regelmäßig über Facetten des Beschäftigtentransfers sprechen, die im Alltag der Transfergesellschaft untergehen und die Öffentlichkeit nie erreichen.“
Unter der dem Claim #dasbewegtmich wird deshalb jeden Monat ein anderes BVTB-Mitglied auf den Kommunikationskanälen des Verbandes aus dem Alltag des Beschäftigtentransfers berichten. Führungskräfte der Träger beschreiben, welche Erlebnisse im Transfer sie bewegen, werfen einen manchmal auch emotionalen Blick auf das, was in der Beratungsarbeit mit Menschen tagtäglich passiert, welche Erfolge bei der Jobsuche sich immer wieder einstellen.
„Es soll um Themen gehen, die das Emotionale am Beschäftigtentransfer herauskehren, das was uns freut, was uns ärgert, was uns schmerzt und was wir uns wünschen würden“, beschreibt Vorstandsmitglied Angelika Preiß die Kampagne. „Wir im Verband wissen um die Bedeutung des Beschäftigtentransfers als ein wichtiger Baustein der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland“, erklärt Vorstandsmitglied Dr. Gert Beelmann: „Aber viele Menschen können sich diese Dienstleistung in der Tiefe nicht vorstellen.“ Logischerweise erleben Betroffene erst beim Jobverlust, wie eine Transfergesellschaft ihnen in schwieriger Lage hilft. „Und leider bewegt sich auch das öffentliche und mediale Bild von Transfergesellschaften zwischen Hoffnung und Ablehnung“, sagt auch Vorstandsmitglied Margrit Herrmann.
Die Geschichte
Vor bald drei Jahrzehnten legte die Politik den Grundstein für den Beschäftigtentransfer, ermöglichte erste Transferprojekte. Anlass war vor allem der ostdeutscher Strukturwandel, die Aufnahme des Transfergedankens ins SGB III folgte, 2004 verankerte der Gesetzgeber dann auch Transfermaßnahmen und Transferkurzarbeitergeld im SGB III. Voraussetzungen dafür waren zunächst strukturelle Verschlechterungen der Lage des Wirtschaftszweigs, später betriebliche Restrukturierung.
Die Transfergesellschaft
Transfergesellschaften sind in den vergangenen Jahrzehnten auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu unverzichtbaren Dienstleistern geworden. In enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit helfen sie Unternehmen bei einem sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau und den betroffenen Beschäftigten im Vermittlungsprozess und bei der beruflichen Neuorientierung. Während der Zeit in der Gesellschaft befinden sich die Menschen im Bezug von Transferkurzarbeitergeld. Die Beraterinnen und Berater der Transfergesellschaften haben die Aufgabe, diesen Transferprozess durch Qualifizierungsangebote, intensive Gespräche zur Neupositionierung am Arbeitsmarkt und gezielte Vermittlungsangebote zu strukturieren.
Der BVTB
Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e.V. (BVTB) fordert und fördert den Einsatz bewährter Instrumente des Beschäftigtentransfers bei notwendigen Personalanpassungen. Er unterstützt als Verband und Netzwerk von aktuell 18 Mitgliedsunternehmen die Weiterentwicklung des Beschäftigtentransfers und fördert Austausch und Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Öffentlichkeit. Der BVTB setzt sich dafür ein, die Qualität und die Transparenz des Transfers von Beschäftigten zu gewährleisten und Standards für die Beratung sowie die Projektsteuerung und -abwicklung zu erarbeiten.