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Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e. V.

Ihr kompetenter Partner im Beschäftigtentransfer

PRESSEINFORMATION

6. Dezember 2023

 

 

Fachkräftemangel: Transfergesellschaften laut Verband auch künftig wichtig bei beruflicher Neuorientierung

Wuppertal – Der akute Fachkräftemangel löst bei den Akteuren der Arbeitsmarktpolitik offenbar Unruhe aus. War es in Politik, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung bisher Konsens, dass Transfergesellschaften eine wichtige Rolle übernehmen – nämlich Menschen, die von Stellenabbau bedroht sind, passgenau und schnell unter Wahrung ihrer sozialen Ansprüche in neue Arbeit zu bringen –, so werden immer öfter Stimmen laut, die das Instrument in Frage stellen.

„Zuletzt hieß es zum Beispiel aus der Arbeitsverwaltung, die Transfergesellschaft sei ein überholtes Modell aus den 90-er Jahren, eine Laufzeit bis zu zwölf Monate zur Begleitung beruflicher Neuorientierungen viel zu lang“, berichtet Frank Müller, Vorsitzender des Bundesverbandes der Träger im Beschäftigtentransfer e.V. (BVTB). Der Bundesverband, der rund die Hälfte aller auf Beschäftigtentransfer spezialisierten Personaldienstleister vertritt, warnt deshalb jetzt vor Versuchen, die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt für strategische Winkelzüge zu nutzen.

Frank Müller unterstreicht stattdessen die Rolle der BVTB-Mitgliedsunternehmen bei der dringend erforderlichen Transformation der Wirtschaft und der Bewältigung des Fachkräftemangels. „Setzt man die Versuche fort, Transfergesellschaften schlecht zu reden, könnte man auch fragen, warum es dann für zwölf bis 24 Monate Arbeitslosengeld gibt.“ Der BVTB-Vorsitzende wehrt sich jedoch angesichts der dramatischen Lage am Arbeitsmarkt gegen jede Polemik. Er verweist stattdessen auf Untersuchungen zur „Matching-Effizienz“. Diese sei demnach einer der wesentlichen Faktoren, der Beschäftigung fördert.

„Die Matching-Effizienz ist eher ein Argument für Transfergesellschaften als Instrument der gezielten und passgenauen Beschäftigungsförderung“, so Frank Müller. Er zitiert dafür auch eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft, wonach die offensichtliche Formel „Freie Stellen minus Arbeitslose = Null“ nicht so einfach funktioniere. Schnittstellen und Übergänge müssten nach wie vor begleitet und gestaltet werden, fordere die Studie.

Was ist eine Transfergesellschaft?

Transfergesellschaften sind in den vergangenen Jahrzehnten auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu unverzichtbaren Dienstleistern geworden. In enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit helfen sie Unternehmen bei einem sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau und den betroffenen Beschäftigten im Vermittlungsprozess und bei der beruflichen Neuorientierung. Während der Zeit in der Gesellschaft befinden sich die Menschen in „Kurzarbeit Null“. Die Beraterinnen und Berater der Transfergesellschaften haben die Aufgabe, diesen Transferprozess durch Qualifizierungsangebote, intensive Gespräche zur Neupositionierung am Arbeitsmarkt und gezielte Vermittlungsangebote zu strukturieren.

Über den Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e.V.

Der Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e.V. unterstützt als Verband und Netzwerk von Unternehmen und Einzelmitgliedern die Weiterentwicklung des Beschäftigtentransfers und fördert Austausch und Dialog zwischen Unternehmen, Institutionen und Öffentlichkeit. Er setzt sich dafür ein, die Qualität und die Transparenz des Beschäftigtentransfers zu gewährleisten und Standards für die Beratung sowie die Projektsteuerung und -abwicklung zu erarbeiten. Darüber hinaus unterstützt der Verband die Politik dabei, vorhandene Arbeitsmarktinstrumente weiter zu entwickeln und fördert ihren Einsatz. Auch will der Verband das Image und die Möglichkeiten des Beschäftigtentransfers durch seine Arbeit verbessern, um die Grundlage für die Flexibilisierung des Beschäftigungssystems zu erhalten und die Wiedereingliederungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf den Arbeitsmarkt zu sichern.

Internet

www.bvtb.de

Bundesverband der Träger im Beschäftigtentransfer e. V.
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